Coleslaw selber machen: Das perfekte Rezept zur Grillsaison
Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Das hilft uns, weiterhin kostenlose Inhalte zu erstellen.
Coleslaw selber machen zeigt, dass Grillen mehr ist als ein Sommervergnügen. Mit der richtigen Vorbereitung und Ausrüstung grillst du das ganze Jahr über, unter fast allen Bedingungen.
Zutaten und Vorbereitung
Die Basis für Coleslaw selber machen sind hochwertige Zutaten. Verwende frische Gewürze, gemahlene Gewürze verlieren nach sechs Monaten spürbar an Aroma. Kaufe ganze Körner und mahle sie kurz vor der Zubereitung. Das macht geschmacklich einen enormen Unterschied. Bereite alle Zutaten vor, bevor du mit der eigentlichen Zubereitung beginnst (Mise en Place). Wiege die Mengen ab, anstatt zu schätzen, besonders bei der ersten Zubereitung eines neuen Rezepts ist Genauigkeit wichtig für ein reproduzierbares Ergebnis.
Schritt-für-Schritt Zubereitung
Die Reihenfolge der Arbeitsschritte beeinflusst das Ergebnis. Trockene Gewürze kommen zuerst, feuchte Zutaten danach. Bei Marinaden gilt: Je länger die Einwirkzeit, desto intensiver der Geschmack, aber nicht jedes Fleisch verträgt lange Marinierzeit. Rindfleisch kann 12–24 Stunden marinieren, Fisch und Geflügel sollten maximal 2–4 Stunden in säurehaltiger Marinade liegen, weil die Säure das Protein verändert und die Textur leidet. Ölbasierte Marinaden ohne Säure können länger einwirken.
Am Grill: Temperatur und Timing
Die richtige Temperatur am Grill entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Für die meisten Rezepte brauchst du zwei Zonen: eine heiße direkte Zone für die Kruste und eine kühlere indirekte Zone zum Durchgaren. Lege das Grillgut erst auf den Rost, wenn die Kohle weiß überzogen ist oder der Gasgrill die Zieltemperatur erreicht hat. Wende das Grillgut so selten wie möglich, jedes Wenden unterbricht die Maillard-Reaktion und verzögert die Krustenbildung.
Übersicht und Empfehlungen
| Kriterium | Einstieg | Fortgeschritten | Profi |
|---|---|---|---|
| Budget | Unter 100 € | 100–300 € | Über 300 € |
| Zeitaufwand | Gering | Mittel | Hoch |
| Schwierigkeit | Leicht | Mittel | Anspruchsvoll |
| Ergebnis | Gut | Sehr gut | Exzellent |
| Equipment | Basis-Grill | Erweitertes Setup | Spezialisierte Ausrüstung |
Variationen und Abwandlungen
Das Grundrezept lässt sich vielfältig variieren. Tausche einzelne Gewürze aus, um den Geschmack in eine andere Richtung zu lenken: Mehr Chiliflocken für Schärfe, geräuchertes Paprikapulver für Rauchigkeit, brauner Zucker für Süße. Experimentiere mit verschiedenen Holzsorten beim Grillen, Hickory gibt kräftigen Rauch, Obstholz wie Apfel oder Kirsche einen milderen, süßlicheren Ton. Notiere deine Änderungen, damit du gelungene Varianten wiederholen kannst.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Übrige Saucen und Rubs halten sich bei richtiger Lagerung mehrere Wochen bis Monate. Trockene Rubs füllst du in luftdichte Gläser und lagerst sie dunkel und kühl, sie halten sich 3–6 Monate. Fertige Saucen mit Essig oder Zucker halten im Kühlschrank 2–4 Wochen. Mariniertes rohes Fleisch solltest du innerhalb von 24 Stunden verarbeiten. Beschrifte alles mit Datum und Inhalt, damit du den Überblick behältst. Größere Mengen kannst du in Eiswürfelformen portionieren und einfrieren.
Kraut-Auswahl und Schneidetechnik: So wird der Slaw knackig
Weißkohl ist der Standard, aber die besten Coleslaws mischen: 2/3 Weißkohl, 1/3 Rotkohl für Farbe und einen leicht süßeren Geschmack. Spitzkohl (Filderkraut) ergibt einen feineren, zarteren Slaw, ideal im Frühsommer, wenn Spitzkohl Saison hat.
Die Schneidetechnik entscheidet über die Textur: Hobel auf 2 mm Stärke (Börner V5 PowerLine, ca. 35 €) für gleichmäßige Streifen. Wer per Messer schneidet: Kohl vierteln, Strunk entfernen, dann in 2–3 mm feine Streifen schneiden. Dickere Streifen werden gummig, dünnere matschig.
Das Geheimnis vieler BBQ-Restaurants: Kohl nach dem Schneiden mit 1 TL Salz vermengen und 20 Minuten in einem Sieb abtropfen lassen. Das zieht überschüssiges Wasser heraus und verhindert, dass das Dressing verwässert. Danach das Salz nicht abwaschen, es ist Teil der Würzung.
Drei Dressing-Varianten: Cremig, Essig, Asiatisch
Cremig (US-Klassiker): 150 g Mayonnaise, 2 EL Apfelessig, 1 EL Dijon-Senf, 2 EL Zucker, 1/2 TL Selleriesalz. Für 500 g Kraut. Mindestens 1 Stunde durchziehen lassen, über Nacht ist besser.
Essig-basiert (Carolina Style): 80 ml Apfelessig, 2 EL Zucker, 2 EL Olivenöl, 1 TL Selleriesamen, Salz und Pfeffer. Kalorienärmer als die Mayo-Variante und hält ungekühlt länger, perfekt für Sommerfeste und Camping.
Asiatisch (zu Pulled Pork oder Ramen-Burger): 3 EL Reisessig, 2 EL Sesamöl, 1 EL Sojasauce, 1 TL Sriracha, 1 TL frisch geriebener Ingwer. Frühlingszwiebeln und geröstete Sesamsamen als Topping. Passt perfekt zu BBQ mit asiatischem Twist.
Timing und Menge: Coleslaw für 4, 8 oder 20 Personen
Coleslaw wird besser, je länger das Dressing einzieht. Minimum: 1 Stunde. Optimum: 4–8 Stunden im Kühlschrank. Über Nacht wird der Kohl zu weich, dann eher die Essig-Variante nehmen, die hält die Textur länger knackig.
Mengen-Kalkulation: Pro Person 100–150 g fertigen Coleslaw rechnen. Für 4 Personen: 400 g Kraut, 1 Karotte, halbe Portion Dressing. Für 20 Personen: 2 kg Kraut (ein großer Weißkohl + ein kleiner Rotkohl), 5 Karotten, dreifache Portion Dressing. Ergibt ca. 3 kg Coleslaw für 20 €.
Transport zum Grillplatz: Coleslaw in einer verschließbaren Tupperdose transportieren, Dressing separat mitnehmen und erst 30 Minuten vor dem Servieren unterheben. So bleibt der Kohl knackig. Kühlbox oder Kühlakku sind Pflicht, Mayo-basiertes Dressing verdirbt bei 25 °C innerhalb von 2 Stunden.
Fazit
Dieses Rezept ist ein solider Ausgangspunkt, den du nach deinem Geschmack anpassen kannst. Beginne mit den angegebenen Mengen und justiere bei der zweiten Zubereitung nach. Notiere deine Änderungen, damit du deine perfekte Version reproduzieren kannst. Frische Zutaten und hochwertige Gewürze machen mehr Unterschied als jede Geheimzutat.
Veröffentlicht durch die BBQ Guide-Redaktion. Veröffentlicht am 3. Juli 2026.
Verantwortlich i.S.d. § 18 MStV: siehe Impressum.
Fehler entdeckt oder ergänzende Erfahrung? korrektur@bbq-guide.de
Die besten Grill-Tipps & Rezepte
Neue Rezepte, Smoker-Tests und Saisonales – kostenlos und jederzeit abbestellbar.
🎁 Gratis dazu: BBQ-Einsteiger-Guide (PDF)
Das könnte dich auch interessieren
Folienkartoffeln vom Grill: So werden sie perfekt
Folienkartoffeln vom Grill: Mit der richtigen Sorte, Garzeit und Temperatur werden sie innen cremig und außen aromatisch. So gelingt der Klassiker.
Maiskolben grillen: Butter, Gewürze und perfekte Garzeit
Maiskolben grillen leicht gemacht: die richtige Maissorte, Schale dran oder ab, perfekte Garzeiten und selbstgemachte Würzbutter.
Grillsalate: 8 schnelle Rezepte die zu allem passen
Acht schnelle Grillsalate, die zu jedem Grillgut passen: hitzefeste Klassiker, frische Varianten und gegrillte Salate vom Rost.