Souvlaki vom Grill: Griechische Fleischspieße mit Tzatziki
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Gutes Souvlaki steht und fällt mit der Marinade und der richtigen Hitze. Schweinefleisch oder Hähnchen in 2-3 cm große Würfel schneiden, marinieren, aufspießen, grillen — in 30 Minuten steht ein Gericht auf dem Tisch, das nach Urlaub schmeckt.
Die Marinade
Für 800 g Fleisch (4 Portionen): 4 EL Olivenöl, Saft einer Zitrone, 2 EL getrockneten Oregano, 4 Knoblauchzehen (gepresst), 1 TL Paprikapulver (edelsüß), Salz und Pfeffer. Alles vermengen, Fleischwürfel darin mindestens 2 Stunden marinieren — über Nacht im Kühlschrank ist besser.
Warum Oregano der Gamechanger ist: Griechischer Oregano (Origanum vulgare subsp. hirtum) hat einen deutlich intensiveren Geschmack als der italienische Oregano aus dem Supermarktregal. Du erkennst ihn an den kleineren, graugrünen Blättern und dem fast mentholartigen Aroma. Gibt es im griechischen Supermarkt oder online als „Rigani" — ein Beutel kostet 3-4 Euro und reicht für 20+ Grillabende.
Grillen
Spieße vorbereiten
Holzspieße mindestens 30 Minuten in Wasser einlegen, damit sie nicht verbrennen. Metallspieße sind die bessere Dauerlösung. Fleisch locker aufspießen — nicht zu eng, damit die Hitze von allen Seiten ran kann.
Die richtige Temperatur
Direkte Hitze, 220-250°C am Rost. Pro Seite 3-4 Minuten, insgesamt 12-16 Minuten. Das Fleisch soll außen leicht gebräunt und innen saftig sein. Schweinefleisch auf 72°C Kerntemperatur bringen.
Hähnchen-Variante
Hähnchenbrust oder -oberkeulen funktionieren genauso gut, brauchen aber eine angepasste Technik. Oberkeulen sind saftiger als Brust und verzeihen 1-2 Minuten Überzeit auf dem Grill. Brust in 2 cm Würfel schneiden und maximal 10-12 Minuten grillen — bei 74°C Kerntemperatur sofort runternehmen. Marinierzeit für Hähnchen: mindestens 4 Stunden, weil das Fleisch weniger Eigengeschmack mitbringt als Schwein.
Schnelles Tzatziki
500 g griechischer Joghurt (10% Fett), 1 Salatgurke (geraspelt und ausgedrückt), 2 Knoblauchzehen (fein gepresst), 2 EL Olivenöl, 1 EL Weißweinessig, Salz. Alles verrühren und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.
Pita-Brot selber machen (10 Minuten Teig + Grill)
Gekauftes Pita ist okay, selbstgemachtes auf dem Grill ist eine andere Liga. Schnellrezept ohne Hefe:
250 g Mehl, 125 g griechischer Joghurt, 1 TL Backpulver, 1/2 TL Salz, 1 EL Olivenöl. Alles verkneten (2 Minuten), in 4 Portionen teilen, zu Fladen ausrollen (ca. 5 mm dick). Direkt auf den heißen Rost legen — 2 Minuten pro Seite, bis die Blasen braun werden. Ergebnis: weiches, leicht rauchiges Fladenbrot, das 10x besser schmeckt als Supermarkt-Pita.
Dieses Joghurt-Pita braucht keine Gehzeit und gelingt auf dem Grill zuverlässiger als im Ofen, weil die direkte Hitze von unten die Blasenbildung fördert. Tipp: Etwas Nigella-Samen (Schwarzkümmel) vor dem Grillen auf den Teig drücken — sieht aus wie vom türkischen Bäcker.
Servieren
| Beilage | Zubereitung |
|---|---|
| Pita-Brot | Kurz auf dem Grill aufwärmen (30 Sek. pro Seite) |
| Tomatensalat | Tomaten, rote Zwiebel, Olivenöl, Oregano |
| Pommes | Tiefkühl-Pommes in der Grillschale knusprig grillen |
| Griechischer Salat | Tomate, Gurke, Oliven, Feta, Zwiebel, Olivenöl |
Holzkohle-Setup: Die richtige Hitze für Spieße
Souvlaki braucht direkte Hitze zwischen 220 und 250 °C. Mit Briketts erreichst du diese Temperatur nach etwa 25 Minuten Vorglühzeit. Richte eine Zwei-Zonen-Aufteilung ein: Eine Seite mit Kohle als Hauptgrillzone, die andere kohlfrei als Ausweichzone für Stücke, die zu schnell bräunen.
Auf einem Weber Compact Kettle (47 cm) passen 8–10 Spieße nebeneinander. Lege die Spießenden über den Rostrand, sodass das Holz nicht direkt über der Glut liegt. Alternativ nutze Spießhalter aus Edelstahl (ab 15 € bei Santos oder Amazon) — sie halten den Abstand zur Glut konstant bei 8–10 cm.
Gasgriller stellen den mittleren Brenner auf Maximum und die äußeren auf niedrig. Auf einem Weber Spirit EX-315 erreichst du damit 230 °C in der Mitte. Die Garzeit beträgt 12–16 Minuten bei einmaligem Wenden nach der Hälfte.
Die besten Beilagen: Mehr als nur Tzatziki
In griechischen Tavernen besteht eine volle Souvlaki-Platte aus mindestens vier Komponenten: Fleischspieße, Tzatziki, Pita und ein Salat. Für zu Hause lohnt sich das Erweitern um zwei weitere Beilagen.
Fava (gelbes Linsenpüree): 200 g gelbe Linsen in 500 ml Wasser 20 Minuten kochen, pürieren, mit 3 EL Olivenöl, Saft einer Zitrone und einer gehackten Zwiebel verfeinern. Kalt servieren — passt als Dip oder Unterlage.
Gegrillte Halloumi-Scheiben: 1 cm dick geschnitten, 2 Minuten pro Seite bei direkter Hitze. Der Käse schmilzt nicht und bekommt Röstaromen. Preis pro Packung (250 g): ca. 3 €.
Griechischer Tomatensalat (Choriatiki): Ohne Salatblätter — nur Tomaten, Gurke, rote Zwiebel, Kalamata-Oliven und ein Block Feta obenauf. Dressing: Olivenöl, Oregano, Salzflocken.
Pro Person: 250 g Fleisch (roh), 2 Pita-Brote, 100 ml Tzatziki. Für 6 Gäste brauchst du 1,5 kg Schweinenacken (ca. 8 €), 12 Pita und 600 ml Joghurt.
Regionale Varianten: So grillt man Souvlaki in Athen, Thessaloniki und Kreta
In Athen verwendet man fast ausschließlich Schweinenacken (Laimoudi), gewürfelt in 3 cm Stücke. Die Marinade ist schlicht: Olivenöl, Oregano, Zitrone, Salz. Serviert wird auf Papptellern mit Pita, Tzatziki und roher Zwiebel — kein Teller, kein Besteck.
In Thessaloniki dominiert das Kalamaki mit Hähnchenbrust. Die Würfel sind kleiner (2 cm), die Marinade enthält zusätzlich Paprika und Kreuzkümmel. Dazu gibt es scharfe Tyrokafteri (Fetacreme mit Chili) statt Tzatziki.
Kreta: Hier mariniert man mit Diktamo (kretischer Oregano) und Thymian-Honig. Die Spieße werden über Olivenholz-Glut gegrillt — das Holz liefert ein fruchtiges Raucharoma, das mit Buche oder Hickory nicht reproduzierbar ist. Als Beilage serviert man Dakos (Gerstenzwieback mit Tomate und Feta).
Fazit
Schweinenacken in Würfel, Oregano-Zitronen-Marinade, direkte Hitze bei 230°C, 12-16 Minuten. Dazu Tzatziki aus griechischem Joghurt und aufgewärmtes Pita. Kostet für 4 Personen unter 15 Euro und ist in 30 Minuten am Tisch — wenn die Marinade-Zeit nicht mitgezählt wird.
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